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Lohnt es sich für uns, mehr Eigenmarken ins Regal zu stellen?

Verfasst: Mo 5. Okt 2026, 11:40
von kroth
Bei uns im Markt drückt die Zentrale immer mehr Eigenmarken rein. Die bringen angeblich mehr pro Packung, aber die Kunden greifen oft trotzdem zum Markenzeug. Manche Eigenmarken stehen ewig und werden dann abgeschrieben. Mein Chef will wissen, ob sich das für unsere Filiale wirklich rechnet oder ob wir Umsatz verlieren. Wie schaut ihr euch das an, ohne jeden Tag stundenlang in Listen zu hängen?

Re: Lohnt es sich für uns, mehr Eigenmarken ins Regal zu stellen?

Verfasst: Mo 5. Okt 2026, 21:43
von staylor
Das Problem ist typisch für zentral gesteuerte Sortimente: höhere Spanne pro Stück nützt wenig, wenn Drehzahl und Abschriften das Ergebnis auffressen. Rechne deshalb nicht Marge pro Packung, sondern Rohertrag pro Regalmeter und Tag. Lege im Data Warehouse ein klares Flag Eigenmarke versus Herstellermarke in der Artikeldimension an und werte den Abverkauf je Warengruppe und Filiale aus. Ein einfacher SQL-Ansatz gruppiert Absatzmenge, Umsatz, Wareneinsatz, Abschriften und Bestand nach diesem Flag und Zeitraum. Daraus bildest du Kennzahlen wie Umsatzanteil, Rohertragsanteil, Umschlagshäufigkeit, Abschriftenquote und Kannibalisierungseffekt bei Listungen. Prüfe erstens Aktions- und Saisonbereinigung, zweitens Vergleich mit ähnlichen Filialen ohne Ausbau und drittens Regaltreue bei der Platzierung. Als Automatisierung reicht ein wöchentlicher Bericht mit Ampel je Warengruppe, statt täglicher Listen. So sieht dein Chef schwarz auf weiß, wo Eigenmarken wirklich tragen und wo sie nur Fläche blockieren.