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Flächenbereinigten WG-Umsatz bei saisonaler Zweitplatzierung korrekt ausweisen?
Verfasst: Sa 3. Okt 2026, 08:41
von mmattern
In unserer monatlichen WG-Auswertung für rund 80 Filialen verzerren saisonale Zweitplatzierungen und Aktionsflächen die Umsatzentwicklung einzelner Warengruppen erheblich. Aktuell weisen wir den Umsatz je Warengruppe nur absolut und als Anteil am Gesamtumsatz aus, ohne Bezug zur belegten Regal- und Aktionsfläche. Das Controlling fordert nun eine flächenbereinigte Kennzahl in Euro je Quadratmeter, der Einkauf befürchtet Fehlsteuerung bei großer Drehung auf kleiner Fläche. Wie löst ihr die Flächenzuordnung bei Mischplatzierungen und zeitanteiligen Belegungen im Data Warehouse? Arbeitet ihr mit tagesgenauen Flächenstammdaten, mit pauschalen Umlageschlüsseln oder mit rein absatzbezogenen Kennzahlen ohne Flächenbezug?
Re: Flächenbereinigten WG-Umsatz bei saisonaler Zweitplatzierung korrekt ausweisen?
Verfasst: Sa 3. Okt 2026, 09:54
von staylor
Ursache ist die Vermischung von Stamm- und Aktionsleistung ohne Zeit- und Flächenbezug, dadurch wird jede Saisonspitze als vermeintliches Flächenwachstum fehlinterpretiert. Bewährt hat sich eine tagesgenaue Belegungsfaktentabelle pro Filiale, Warengruppe und Platzierungstyp mit Quadratmetern und Gültigkeitstagen statt pauschaler Umlagen. Mischplatzierungen werden artikelgenau über den Kassenbon zugeordnet, die Fläche wird anteilig nach Umsatz oder nach Frontmetern aufgeteilt und per Zeitgewicht auf den Monat normiert. Kernkennzahl wird der zeitgewichtete Umsatz je Quadratmeter berechnet als Monatsumsatz dividiert durch Summe aus Tagesfläche, maßgeblich ergänzt um Rohertrag je Quadratmeter und Umschlagshäufigkeit zur Beruhigung des Einkaufs. In SQL erfolgt ein Join von Verkaufsfacts auf die Flächenfacts über Filial-ID, Datum und Warengruppe. Als Prüfschritte empfehlen sich Abstimmung der Teilflächen gegen die Gesamtverkaufsfläche, Kontrolle negativer oder doppelter Belegungen und Benchmark einer Filiale ohne Zweitplatzierung.