Verbindliche Kennzahlendefinitionen für Spanne und Rohertrag im DWH?

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dlang
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Verbindliche Kennzahlendefinitionen für Spanne und Rohertrag im DWH?

Beitrag von dlang »

In unserem Arbeitsalltag aus Controlling und Einkauf stoßen wir zunehmend auf abweichende Kennzahlendefinitionen im Data Warehouse. Während der Einkauf die Handelsspanne auf Basis des fakturierten Einstandspreises ohne Boni berechnet, nutzt das Controlling den effektiven Einstandspreis inklusive nachträglicher Konditionen und Logistikkosten. Dies führt bei Filial- und Warengruppenauswertungen regelmäßig zu Differenzen von mehreren Prozentpunkten und Diskussionen in Monatsrunden. Mich interessiert, wie ihr in euren Häusern die verbindliche Definitionshoheit regelt. Gibt es einen zentralen Kennzahlenkatalog oder ein Data Governance Gremium, das Änderungen versioniert und historisiert? Wie löst ihr den Zielkonflikt zwischen Flexibilität und Vergleichbarkeit?
staylor
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Registriert: Di 22. Sep 2026, 19:55

Re: Verbindliche Kennzahlendefinitionen für Spanne und Rohertrag im DWH?

Beitrag von staylor »

Ursache ist die Vermischung zweier Steuerungszwecke in einer Kennzahl: Einkauf misst Konditionsleistung zum Eingangszeitpunkt, Controlling misst Filialprofitabilität nach allen Kosten. Beide Sichten sind legitim, dürfen aber nicht denselben Namen tragen. Bewährt hat sich ein versionierter Kennzahlenkatalog mit Definitionshoheit beim Finance-Data-Owner und Freigabe durch ein monatliches Governance-Gremium aus Controlling, Einkauf und IT. Wir modellieren Rohertrag gestuft: Rohertrag 1 als Nettoverkaufswert minus fakturierter Wareneinsatz zum gleitenden Einstandspreis, Rohertrag 2 abzüglich nachträglicher Vergütungen aus dem Konditionsfakt, Rohertrag 3 abzüglich anteiliger Logistikkosten per Umlageschlüssel. Handelsspanne definieren wir immer als Rohertrag geteilt durch Nettoumsatz, Aufschlag als Rohertrag geteilt durch Einsatz. Im DWH liegen alle Komponenten als separate Measures im Verkaufsfakt vor, die Berechnung erfolgt in einer View mit Gültigkeitsdatum für Definitionen. Prüfschritte sind maßgeblich Abstimmung Wareneinsatz gegen Finanzbuchhaltung, Kontrolle Bonusabgrenzung nach Lieferant und Nachkalkulation einzelner Filial-Warengruppen mit Referenzbons.
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