Sommerferien und Brückentage je Bundesland sauber vergleichen?
Sommerferien und Brückentage je Bundesland sauber vergleichen?
Ich verantworte im Controlling das wöchentliche Filialreporting für rund 90 Standorte in sechs Bundesländern. Durch die versetzten Sommerferien und unterschiedlichen Brückentage brechen uns jedes Jahr von Juni bis September die Fußgängerfrequenzen und Warengruppen völlig unterschiedlich weg. Ein Vorjahresvergleich auf Kalenderwoche führt in die Irre, eine Bereinigung auf Ferienwochen verzerrt wiederum Promotions- und Wettereffekte. Wie modelliert ihr das im DWH sauber? Arbeitet ihr mit einem eigenen Ferien- und Feiertagskalender, mit Saisonindizes je Cluster oder mit einer Like-for-like-Betrachtung auf Basis ferienbereinigter Vergleichstage?
Re: Sommerferien und Brückentage je Bundesland sauber vergleichen?
Ursache ist die Überlagerung von Schulferienkalendern je Bundesland mit Feiertagslage und verkaufsoffenen Tagen, die Kalenderwochenvergleiche systematisch verzerrt. Wir modellieren im DWH eine eigene Datumstabelle mit Ferienflag, Ferienwoche, Brückentag, Feiertag und Schulferien-Bundesland sowie Öffnungsstatus je Filiale. Darauf bauen wir zwei Sichten: erstens einen kalendarisch bereinigten Vorjahresvergleich über n-te Ferienwoche statt Kalenderwoche per JOIN, zweitens einen Like-for-like auf vergleichbaren Öffnungstagen mit Umsatz je Öffnungsstunde und Fußgängerfrequenz. Promotion und Wetter führen wir als separate Attribute, nicht in den Index. Prüfschritt: Umsatzzerlegung in Mengen-, Preis- und Frequenzeffekt je Cluster Stadt, Tourismus und ländlich und Abgleich mit Kassenbonanzahl an Nicht-Ferientagen.