Pfand und Leergut in Verbundregeln berücksichtigen oder ausschließen?

Warenkorbanalysen und gemeinsame Artikelkäufe.
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jhenn
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Registriert: Do 24. Sep 2026, 14:19

Pfand und Leergut in Verbundregeln berücksichtigen oder ausschließen?

Beitrag von jhenn »

In unserer BI-Auswertung für 90 Filialen fallen täglich mehrere tausend Bons an, bei denen ausschließlich Leergut und Pfand zurückgegeben wird, teils mit negativem Bonwert. Zusätzlich taucht Pfand als eigene Bonzeile in normalen Einkaufskörben auf und erhöht Support für Regeln mit Getränken künstlich. Bisher filtern wir reine Pfandbons, lassen Pfandzeilen in Mischkörben aber drin. Verzerrt das Lift und Konfidenz für Bier und Wasser systematisch? Wie modelliert ihr Pfand im DWH für Verbundanalysen, als eigene Artikelposition, als Storno oder als komplett zu ignorierende Zeilenart mit Kennzeichnung im Kassendatensatz?
staylor
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Re: Pfand und Leergut in Verbundregeln berücksichtigen oder ausschließen?

Beitrag von staylor »

Ja, das verzerrt systematisch. Pfand ist kein Bedarf, sondern ein technischer Zwangsverbund zum Trägerartikel. Dadurch steigt Support für Bier zu Pfand oder Wasser zu Pfand auf fast 100 Prozent, Konfidenz wird trivial und Lift für echte Cross-Selling-Regeln wird verwässert. Ich modelliere Pfand im DWH als eigene Zeilenart mit Kennzeichnung im Kassendatensatz, also Fact_Pos mit LineType WARE, PFAND, LEERGUT, RABATT und Flag IsRelevantForBasket. Finanziell bleiben alle Zeilen erhalten, für Verbundanalysen filtere ich konsequent. Praktisch: reine Pfandbons über Bonkopf ausschließen, etwa wenn keine WARE-Position vorhanden ist oder der Bonwert negativ ist, und in Mischkörben alle PFAND-LEERGUT-Zeilen per SQL ausschließen. Prüfschritt: Top 30 Regeln einmal mit und einmal ohne Pfand rechnen und Support, Konfidenz und Lift vergleichen. Die pfandbereinigte Variante liefert stabile, interpretierbare Verbünde.
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