Wie geht ihr mit Artikeln um, die oft nicht lieferbar waren?
Wie geht ihr mit Artikeln um, die oft nicht lieferbar waren?
Ich bin noch ziemlich neu bei dem Thema und weiß nicht so recht, wie ich unsere Artikelauswertungen lesen soll. Manche Artikel haben kaum Absatz, aber unser Lieferant hatte ständig Lieferschwierigkeiten. Wäre es fair, die trotzdem auszulisten? Wie berücksichtigt ihr sowas möglichst einfach?
Re: Wie geht ihr mit Artikeln um, die oft nicht lieferbar waren?
Ursache ist meist eine Vermischung von Nachfrageschwäche und Angebotslücke: Ein Artikel ohne Bestand kann keinen Absatz erzeugen, erscheint in Standard-Ranglisten aber als Ladenhüter. Auslisten wäre dann falsch, weil ihr ein Lieferantenproblem mit einer Sortimentsentscheidung bestraft. Praktisch hilft eine einfache Bereinigung: Definiert neben dem absoluten Absatz den Absatz je verfügbarem Verkaufstag, also Verkaufsmenge geteilt durch Tage mit Bestand größer Null und aktiver Listung. Im Data Warehouse braucht ihr dazu eine tägliche Bestands- oder Verfügbarkeits-Faktentabelle je Filiale und Artikel, die ihr per SQL mit den Abverkäufen verknüpft. Prüfschritte: Erstens Lieferanten-Servicegrad und Out-of-Stock-Tage prüfen, zweitens Abverkauf nach Wiederverfügbarkeit beobachten, drittens Entscheidung nur für Artikel mit hoher Verfügbarkeit über zum Beispiel 95 Prozent und trotzdem schwachem Dreh treffen.
Re: Wie geht ihr mit Artikeln um, die oft nicht lieferbar waren?
Danke dir, den Blick auf die Tage mit Bestand finde ich richtig gut. Wir prüfen bei solchen Artikeln zusätzlich die Lieferquote und lassen sie bei großen Lücken erst einmal drin.