Basisabsatz und Kannibalisierung bei Aktionsauswertungen sauber abbilden

Berichte und Auswertungen im DWH.
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dlang
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Basisabsatz und Kannibalisierung bei Aktionsauswertungen sauber abbilden

Beitrag von dlang »

In unserem DWH führen wir Abverkäufe auf Belegpositionsebene, Bestände als Tagesendbestände je Filiale und Artikel sowie Wareneingänge mit Lieferdatum. Für die Aktionsauswertung soll der Mehrverkauf gegenüber dem Basisabsatz ohne Preiseffekt ermittelt und gleichzeitig die Kannibalisierung innerhalb der Warengruppe quantifiziert werden. Aktuell vergleichen wir Aktionswochen mit dem Durchschnitt der Vorwochen, was bei Saisonalität und Feiertagen verzerrt. Wie bildet ihr Basisabsatz, Vorzieheffekte und Substitution in Standardberichten ab, ohne jede Aktion manuell zu bereinigen, und welche Kennzahlen mit welcher Maßeinheit haben sich für Einkauf und Vertrieb als steuerungsrelevant erwiesen?
staylor
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Registriert: Di 22. Sep 2026, 19:55

Re: Basisabsatz und Kannibalisierung bei Aktionsauswertungen sauber abbilden

Beitrag von staylor »

Ursache ist der naive Vorwochenvergleich, der Saisonalität, Feiertagskalender, Trend und Verfügbarkeit vermischt und Vorziehkäufe ignoriert. Wir modellieren den Basisabsatz je Filiale, Artikel und Wochentag als Median der aktionsfreien Tage der letzten zwölf Wochen, wobei Feiertage, Brückentage und Tage mit Tagesendbestand gleich null als Out-of-Stock ausgeschlossen werden. Über eine Kalendertabelle mit Saison- und Feiertagsflags lässt sich das per SQL mit Window-Funktionen standardisieren. Mehrverkauf in Stück ist Ist-Absatz minus Basisabsatz, zusätzlich bewertet in Euro Deckungsbeitrag als zentrale Maßeinheit. Für Vorzieheffekte betrachten wir zwei Wochen Vor- und Nachlauf und weisen Minderverkauf dort als Post-Promo-Dip aus. Kannibalisierung messen wir auf Warengruppenebene: Gruppen-Mehrverkauf minus Aktions-Mehrverkauf ergibt die Substitution in Stück, daraus Kannibalisierungsquote in Prozent. Für Einkauf und Vertrieb haben sich Netto-Mehrverkauf in Stück, inkrementeller Deckungsbeitrag in Euro und Uplift in Prozent als Pflichtkennzahlen bewährt. Prüfschritte sind Abverkauf gegen Bestandsfortschreibung aus Wareneingang abgleichen, Promo-Flag-Konsistenz sichern und Ausreißerfilialen separat ausweisen.
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